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Schlecht sehen? Und trotzdem gut leben!
Illustration Frau / Madame / Signora

Die Kampagne: Schlecht sehen? Und doch gut leben!

Die Idee – das Ziel – die Zielgruppen

In der Schweiz gibt es weit mehr Menschen mit starken Sehproblemen oder Sehbehinderung, als man vermutet: Der Schweizerische Zentralverein für das Blindenwesen SZB schätzt die Zahl von Menschen, deren Sehvermögen mit Brillen, Kontaktlinsen oder Augenoperationen nicht mehr verbessert werden kann, auf rund 325'000. Die meisten von ihnen sind älter als 65 Jahre.

„Was tun, wenn der Augenarzt nichts mehr tun kann?“

Viele dieser Menschen sind seit Jahren in augenärztlicher Behandlung und eine Heilung mit medizinischen Massnahmen ist nicht mehr möglich. Trotzdem kann man ihnen helfen! Eine spezifische Low Vision-Abklärung und eine Unterstützung durch Hilfsmittel bringen auch bei schlechter Sehfähigkeit Verbesserungen in der Wahrnehmung. Dies ist eine hoffnungsvolle Botschaft für alle älteren Menschen mit Sehproblemen und ihre Angehörigen.

„Low Vision heisst: Die Wahrnehmung lässt sich immer verbessern!“

Low Vision-Beratung und -Rehabilitation sind in der Schweiz sehr gut ausgebaut, aber nicht überall bekannt. Daher hat der SZB die Kampagne „Schlecht sehen? Und doch gut leben!“ lanciert. Das Ziel ist, möglichst vielen Menschen mit eingeschränkter Sehfähigkeit zu helfen und ihnen zu vermitteln, dass es trotz eingeschränkter Sehfähigkeit und auch nach einer schlechten Diagnose Rehabilitationsmöglichkeiten gibt.

„Schlecht sehen? Und doch gut leben!“ ist eine Informationskampagne. Sie wendet sich in erster Linie an Menschen, die eine augenärztliche Abklärung bereits hinter sich haben, sowie an ihre Angehörigen. Aber auch Augenärzte und –ärztinnen sind angesprochen, denn es liegt an ihnen, ihre Patientinnen und Patienten auf die entsprechenden Low Vision-Möglichkeiten in ihrer Region aufmerksam zu machen.

„Beratung, Hilfsmittel und Training helfen auch Ihnen!“

Die Massnahmen

„Schlecht sehen? Und doch gut leben!“ startet im März 2015 mit einem Informationsflyer für Menschen mit Sehproblemen und ihre Angehörigen, welcher in Augenarztpraxen aufgelegt wird, mit einer thematischen Kampagnen-Website www.schlechtsehen-gutleben.ch, die laufend ergänzt und aktualisiert wird und mit einem Mailing an alle Augenärztinnen und Augenärzte der Schweiz sowie Fachleute, die mit der Low Vision-Rehabilitation zu tun haben. Folgen werden Fachvorträge an bestimmten Veranstaltungen, die Publikation von Fachartikeln, spezifische Medienarbeit und weitere Massnahmen. Die Kampagne ist auf zwei Jahre ausgelegt.

Die Trägerschaft

Die Kampagne „Schlecht sehen? Und doch gut leben!“ wurde vom Schweizerischen Zentralverein für das Blindenwesen SZB im Auftrag seiner Mitgliederorganisationen lanciert und gemeinsam mit einer Arbeitsgruppe, bestehend aus Low Vision-Expertinnen und -Experten des SZB wie auch aus Fachpersonen der Beratungsstellen für sehbehinderte Menschen, erarbeitet. Unterstützt wird die Kampagne vom Schweizerischen Blinden- und Sehbehindertenverband SBV sowie dem Schweizerischen Blindenbund SBb.

Der SZB ist die Dachorganisation des Schweizerischen Blinden- und Sehbehindertenwesens. Er setzt sich seit 1903 dafür ein, dass blinde, taubblinde und sehbehinderte Menschen ihr Leben eigenverantwortlich gestalten können. Neben der Beratung und Begleitung taubblinder und hörsehbehinderter Menschen entwickelt und vertreibt er Hilfsmittel für betroffene Menschen, forscht im Bereich der Low Vision, bildet Fachpersonen aus, führt eine Fachbibliothek, informiert die Öffentlichkeit für Sehbehinderung und ihre Folgen und koordiniert die Zusammenarbeit und die Interessenvertretung im Sehbehindertenwesen.

www.szb.ch