zur StartseiteSitemapSuche
Illustration Frau / Madame / Signora

Low Vision: die Methoden

Am Anfang jeder Low Vision-Beratung steht eine ausführliche Abklärung des vorhandenen Sehpotentials. Nicht nur der Visus, d.h. die Sehschärfe, spielen dabei eine Rolle, sondern auch Kontrastwahrnehmung, der Lichtbedarf, das Gesichtsfeld oder die Blendempfindlichkeit.

Danach folgen eine ausführliche Beratung und ein Training mit optischen Hilfsmitteln, die auf die Bedürfnisse der Menschen mit Seheinschränkungen ausgerichtet sind. Aus dem Bereich der Hilfsmittel kommen beispielsweise Leuchten, Lupen oder Leseständer zum Einsatz. Ohne individuelle Abklärung und massgeschneidertes Training wird kaum eine Verbesserung, zum Beispiel beim Lesen, eintreten. Auch das Erlernen neuer Strategien für den Einsatz des Sehvermögens im Alltag gehört zu den Methoden der Low Vision-Rehabilitation: Man kann lernen, lieb gewonnene Tätigkeiten wieder oder „anders“ auszuüben. Menschen mit altersbedingter Makuladegeneration (AMD) können beispielsweise mit Hilfe des Exzentrischen Sehens lernen, ihr Sehpotential effektiver einzusetzen und unter anderem auch Gesichter wieder besser zu erkennen.

Beratung, Hilfsmittel und Training helfen auch Ihnen!

Der SZB hat Low Vision-Rehabilitation 1984 in der Schweiz eingeführt. Heute werden Low Vision-Beratungen und -Rehabilitationsmassnahmen an den kantonalen Beratungsstellen für Sehbehinderte in den verschiedenen Regionen der Schweiz durchgeführt. In vielen Fällen beraten die Low Vision-Fachpersonen die betroffenen Menschen auch vor Ort, am Arbeitsplatz, in der Schule, in der Klinik, im Spital oder führen die Abklärungen auch im Alters- und Pflegeheim durch.

Auch an der Fachstelle für Low Vision und Optische Hilfsmittel des SZB in Lenzburg werden Beratungen sehbehinderter Menschen nach Überweisung durch Augenärzte, kantonale Beratungsstellen oder andere Fachbereiche angeboten, sofern dort keine befriedigende Lösung gefunden wird.

Die Angebote der Low Vision-Beratung und –Rehabilitation werden vom Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) subventioniert oder können unter Umständen von den Krankenkassen mitfinanziert werden.

  • Merkblatt für Spitex-Mitarbeitende
  • Broschüren bestellen